Landshut - pm (24.07.2026) Führungswechsel bei den Stadtwerken Landshut: Werkleiter Jürgen Fürst legt sein Amt mit Wirkung zum 1. August 2026 aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen nieder. Der eigentlich noch bis Juni 2028 laufende Fünfjahres-Vertrag wird im besten gegenseitigen Einvernehmen beendet. Eine entsprechende Vereinbarung wurde vom Stadtrat im nichtöffentlichen Teil der heutigen Plenarsitzung einstimmig gebilligt.
Die Leitung der Stadtwerke, die als kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Landshut unter anderem für die Energie- und Wasserversorgung der Region, den lokalen ÖPNV und den Betrieb des Stadtbads zuständig sind, übernimmt übergangsweise der bisherige stellvertretende Werkleiter, Jürgen Baron.
Der 63-jährige Jürgen Fürst hatte sein Amt als Leiter der Stadtwerke Landshut im Juni 2023 angetreten und damit den damals auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Armin Bardelle abgelöst. In Fürsts Amtszeit wurde zum Jahreswechsel in enger Zusammenarbeit mit dem Bau- und Umweltreferat ein Meilenstein im öffentlichen Personennahverkehr der Region Landshut erreicht: Stadt und Landkreis traten dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) bei. Auf dem Energiesektor wurde der Ausbau des durch das Biomasseheizkraftwerk gespeisten Fernwärmenetzes und der Umstieg auf erneuerbare Energien unter der Ägide von Fürst vorangetrieben. Hierzu zählen unter anderem auch der Bau einer neuen Heizzentrale, die im Herbst fertiggestellt wird, sowie der Start eines Geothermieprojekts für Landshut. Ebenso wurden die Weichen für die sukzessive Sanierung des Stadtbades gestellt.
Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der auch dem für die Belange der Stadtwerkezuständigen Werksenat vorsitzt, bedauert den vorzeitigen Abschied des Werkleiters: „Im Namen der Stadtwerke und des Stadtrats, aber auch ganz persönlich bedanke ich mich herzlich bei Jürgen Fürst für die in den vergangenen drei Jahren geleistete Arbeit und das jederzeit gute, menschlich angenehme Miteinander. Dass er sich nun aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen gezwungen sieht, beruflich kürzer zu treten und in der Konsequenz um eine sofortige Vertragsauflösung zu ersuchen, verdient großen Respekt. Wir wünschen Jürgen Fürst für seinen weiteren Lebensweg nur das Beste.“
Der scheidende Werkleiter Jürgen Fürst bedankte sich seinerseits bei OB und Stadtrat für das in ihn gesetzte Vertrauen: „Die Stadtwerke Landshut sind ein leistungsfähiges, zukunftsorientiertes Unternehmen, das ich auch für die kommenden Jahre gut aufgestellt sehe.“ Gleichzeitig betonte Fürst, dass ihm der Abschied nicht leichtfalle. „Mein herzlicher Dank gilt allen voran unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrem Können, ihrem Fleiß und ihrem Engagement Herzstück und Rückgrat des Unternehmens sind. Ihnen wünsche ich von Herzen alles Gute und meinem Nachfolger stets eine glückliche Hand zum Wohl der Stadtwerke Landshut.“
Bis 31. Juli 2026 bleibt Jürgen Fürst weiterhin in seiner Funktion als Werkleiter tätig. Ab 1. August wird dann Jürgen Baron – wie zuletzt 2023 – erneut als interimistischer Werkleiter fungieren. „Ich bin sehr dankbar, dass er sich dazu bereit erklärt hat, in dieser schwierigen Situation einmal mehr höchste Führungsverantwortung für die Stadtwerke zu übernehmen und sich von uns in die Pflicht nehmen zu lassen“, so OB Haslinger. „Jürgen Baron ist ein Urgestein der Stadtwerke und ein Vorbild in Sachen Einsatzbereitschaft, Loyalität und Identifikation. Er kennt das Unternehmen dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung aus dem Effeff und genießt in der Belegschaft, im Stadtrat, der Stadtverwaltung und bei mir persönlich uneingeschränktes Vertrauen. Ich bin sicher, dass er die Stadtwerke umsichtig und kompetent durch diese Übergangszeit führen wird, bis ein neuer Werkleiter gefunden ist.“
Das entsprechende Ausschreibungsverfahren soll nach dem Willen des Stadtrats so schnell wie möglich beginnen. Was auch ganz im Sinne des Oberbürgermeisters ist: „Ob Energiewende, Optimierung des ÖPNV oder Sanierung des Stadtbads – unsere Stadtwerke stehen vor einer Reihe großer Herausforderungen, die angepackt werden müssen“, betont Haslinger. „Wir haben keine Zeit zu verlieren, denn die Stadtwerke müssen in einem immer härter werdenden Wettbewerb und unter denkbar schwierigen Rahmenbedingungen auch wirtschaftlich bestehen, und zwar gerade auf dem Energiesektor. Dafür sind Investitionen und Umstrukturierungen erforderlich, die ein neuer Werkleiter gestalten muss.“

