
Die zehn Oberbürgermeisterkandidaten zusammen mit den Niederbayern-TV Moderatoren Denise Kick (l.) und Thomas Holzberger (r.) - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (11.02.2026) Niederbayern TV lud zum Check der Oberbürgermeisterkandidaten in den Salzstadl. In mehreren Fragerunden mussten die zehn Bewerber für das höchste Amt im Rathaus Rede und Antwort stehen. Zuerst wurden sie mit Fragen der Niederbayern-TV-Redaktion geprüft, dann waren die Besucher am Zug und konnten in Erfahrung bringen, wie die Aspiranten auf das OB-Amt ticken. Hier eine Zusammenstellung der interessantesten Antworten, sortiert nach den Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge:
Haslinger Thomas, Dr. (CSU):
Unsere Schulneubauten müssen günstiger werden, vor allem, weil wir auf diesem Gebiet einen Investitionsstau haben. Die Sanierung von Peter und Paul wollen wir im Haushalt mit unterbringen.
Die Fachakademie für Sozialpädagogik im Kloster Seligenthal sollen wir erhalten.
Bei Kita-Sanierungen können wir auf die alte Martinsschule aus Pufferlösung zurückgreifen.
Wir müssen das Ehrenamt stärken und Bürger finden, die mit Jugendlichen arbeiten. Gute Jugendarbeit sorgt auch für weniger Extremismus.
Zusammen mit der BayernBau können wir mehr soziale Wohnungen errichten.
Mit Gas- und Stromeinnahmen gleich die Stadtwerke das Defizit im ÖPNV aus. Beim ÖPNV müssen wir optimieren und das Defizit überprüfen.
Das Rathaus i muss saniert werden, aber in der Prioritätenliste gibt es kein Geld dazu.
Helbrecht Heiko (ÖDP):
Die Stadt muss handlungsfähig bleiben und ihre Pflichtaufgaben erfüllen.
Bei Wohn- und Gewerbebauten müssen wir nachverdichten.
Wir müssen mehr Firmen mit Zukunftstechnologien nach Landshut bringen.
Wir müssen mehr Bäume in die Innenstadt bringen.
Die Stadt muss mehr in erneuerbare Energien investieren, z. B. in Geothermie oder eine Flusswärmepumpe, damit wir weg vom Gas kommen.
Zum Erhalt des Stadttheaters können wir es Zweckgebunden mit dem Bernlochnerkomplex an den Freistaat übergeben.
Um Schleichverkehre zu minimieren sollen wir Lösungen mit den Anwohnern erarbeiten.
Hoffmann Norbert (Zukunft Landshut):
Wir müssen uns des Wachstums annehmen und unsere Infrastruktur muss mitwachsen. Möglichkeiten dazu gibt es mit Nachverdichtung und genossenschaftlichem Wohnbau.
Mit dem MVV rücken München und andere Regionen näher an uns heran. Wir müssen dazu unsere ÖPNV-Taktung optimieren.
Grundsätzlich bin ich für die Westtangente, sofern sie durch den Landkreis fortgesetzt wird.
Anstatt der Westtangente sind die Sanierung von Peter und Paul, das Hallenbad und das Theater wichtiger.
Die Nichtveröffentlich der AfD-Stadtratsliste halte ich für seltsam.
Sicherheit und Migration will ich nicht verknüpfen, um daraus ein Unsicherheitsgefühl zu konstruieren, um eine Bürgerwehr zu fordern.
Landshut braucht Zuwanderung und Landshut ist sicher.
Lando Gabriella (Die Linke):
Wir müssen mehr in bezahlbaren Wohnraum investieren.
Ich plädiere für eine Autofreie Neustadt und mehr Schattenplätze in der Stadt.
Ich finde, dass Landshut sicher ist und ich will keine Bürgerwacht.
Dass die AfD ihre Stadtratsliste nicht veröffentlicht, halte ich für intransparent.
Wir sollen die Westtangente für Schulsanierungen opfern.
Minet Olaf (parteilos):
Dass unsere Kinder in Schulen mit kaputten Sanitäreinrichtungen und Schimmel lernen müssen, geht gar nicht. Auch gute Containerlösungen sind nicht verkehrt. Als Zwischenlösung kann man auch auf kreative Ideen setzen.
Wir haben einen hohen Zuzug. Aber Kita-Plätze für alle können wir derzeit nicht erfüllen.
Wir müssen unsere Kinder aus ihren Zimmern herausbringen und für ihre Betreuung Gelder frei schaufeln.
Ich will keine Fußgängerzone in der Neustadt, aber weniger Autos.
Die Belebung von Plätzen bringt Sicherheit, auch auf der Mühleninsel.
Das Theaterzelt soll nicht geschlossen werden und wir brauchen Geld, um die Kultur zu erhalten.
Rabl Christoph (Grüne):
Wir müssen auch im Gewerbegebieten nachverdichten und mehr in die Höhe bauen.
Ein Boarding-Hotel hat nichts in einem Gewerbegebiet zu suchen.
Wir benötigen eine Verwaltung die „möglich mach“ und mit den Bürgern zusammenarbeitet.
Aus Wohnen und Arbeiten lassen sich Symbiosen entwickeln.
Ein gutes Citymanagement soll vorausschauend arbeiten.
Leerstände sollen wieder schneller gefüllt werden und die Hochschule in die Stadt bringen, zum Beispiel in den Alten Knast.
Straßenkunst soll es das ganze Jahr geben.
Als Oberbürgermeister möchte ich, dass für jeden Bürger ein Baum gepflanzt wird, um resistenter gegen den Klimawandel zu werden.
Die Westtangente können wir uns nicht leisten. Die Schulen sind viel wichtiger.
Günstigeres Bauen können wir durch Genossenschaften und Erbpachtmodelle ermöglichen.
Mensch ist Mensch: Ich will keine Abgrenzung zwischen den Menschen. Aber die deutsche Sprache ist wichtig.
Die Sturmvilla wäre ein guter Stadtteiltreff.
Steinberger Patricia (SPD):
Stadtbau GmbH baut zu wenige städtische Wohnungen, obwohl wir dazu mit einem Bürgerentscheid Fakten geschaffen haben. 18 Wohnungen bisher sind zu wenig.
Das was die Stadtbau baut, gehört in Zukunft zum Kapital der Stadt Landshut.
Mit dem MVV-Beitritt wurden ÖPNV-Planungen der Stadt auf Eis gelegt.
Wir werden uns die Westtangente nicht leisten können. Ich bin dagegen, auch wegen des Eingriffs in die Natur.
Die Sanierung von Peter und Paul hat bei mir die Priorität Nr. 1.
So wie der Chef im Rathaus arbeitet, arbeitet auch das Team.
Von Seiten der SPD besteht eine Brandmauer gegen die AfD.
Am Wahltag am Sonntag, 8. März, ist auch internationaler Frauentag.
Straßberger Günter (AfD):
Wir sollten höher bauen, um mehr Wohnungen zu bekommen. Unser Problem liegt darin, dass wir im Speckgürtel von München hängen. Auch bei Schulen und Kitas sind wir hinten.
Der MVV-Beitritt ist für die Stadt Landshut teuer. Zudem müssen wir viele Millionen für die Tunnelsanierung aufbringen.
Mit der Westtangente sollten wir weitermachen. Wir haben schon viel Geld in die Planungen investiert.
Als Oberbürgermeister muss man verhandeln können.
Das Rathaus können wir erst sanieren, wenn wir Geld zu übrighaben.
Um die Stadtwerke finanziell zu sichern, haben wir die Möglichkeit, Anteile zu verkaufen.
Strasser Petra (Freie Wähler):
Wir müssen die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Peter und Paul endlich angehen.
Ich plädiere für einen gemäßigten Zuzug.
Wir haben eine gute Jugendarbeit und bieten mit unseren Vereinen viel an.
Mit mehr Digitalisierung können wir die Verwaltung bürgerfreundlicher machen.
Für mehr Sicherheit in der Stadt sollen wir Bürgerwehren gründen.
Eine Enteignung von Leerstand ist unmöglich.
Wachter Jürgen (FDP):
Wir müssen es schaffen, die Einnahmen aus der Gewerbe- und Einkommenssteuer zu erhöhen.
Auf keinem Fall dürfen wir Gelder bei der Bildung kürzen.
Mit bezahlbaren Wohnungen können wir Unternehmer und Mitarbeiter nach Landshut bringen.
Mit einer effizienteren Verwaltung lässt sich Geld einsparen.
Wir sollen die Innenstadt als Lebensraum betrachten. Dazu zählen auch Einkaufen und Gastronomie.
Mit aktiven Vereinen können wir Jugendliche aus der digitalen Scheinwelt in die Realität holen.
Mit der Fusion unserer Krankenhäuser und der Klinik haben wir viel getan. Um weitere Defizite zu verringern, sind Land und Bund gefragt.
Den gesamten OB-Kanidaten-Check gibt es in der Mediathek von Niederbayern-TV zu sehen.

