Pfarrerin Christiane von Hofacker präsentiert die Materialien für die Exerzitien
Landshut – pm (30.01.2026) Kennen Sie die Sehnsucht, den Alltagsbetrieb zu unterbrechen, einmal aus dem Hamsterrad auszusteigen und wieder zu sich selbst zu kommen? Für alle, die nach Momenten der Stille, nach inneren Ruhepunkten und nach einer Spurensuche nach Gott im eigenen Leben suchen, gibt es in Landshut heuer wieder die „Ökumenischen Exerzitien im Alltag“ unter dem Motto „Hinein in die Tiefe“.
Im Gespräch erklärt Pfarrerin Christiane von Hofacker, worum es dabei geht: „Exerzitien – das kommt vom lateinischen ‚exerzitium‘ und bedeutet Übung. Es geht darum, einzuüben, das eigene tägliche Leben genauer wahrzunehmen und sensibel zu werden für die Tiefen darin – für Gottes Wirken mitten im Alltag.“ Angelehnt ist das Angebot an das biblische Wort Jesu „Fahre hinaus, wo es tief ist“, das wie eine Einladung klingt: der eigenen Sehnsucht Raum zu geben, sich auf einen geistlichen Weg zu machen und Tiefe im Leben zuzulassen.
Besonders wichtig ist der Pfarrerin eine innere Offenheit: „Es braucht eine Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen“, sagt sie. „Innere Türen aufzumachen – für mich selbst, für die Suche nach dem Göttlichen und für die Mitmenschen.“ Vorkenntnisse seien dafür nicht nötig: „Ganz egal, ob jemand sich bisher als spirituell bezeichnen würde oder nicht – jede und jeder ist willkommen.“
Der Weg durch die Exerzitien im Alltag ist bewusst alltagstauglich gestaltet. Beim Starttreffen am 22. Februar von 15 bis 17.30 Uhr im evang. Gemeindehaus Christuskirche, Gutenbergweg 16 in Landshut, lernen sich die Teilnehmenden kennen und erhalten grundlegende Informationen zum Ablauf. „Man kann sich vorher anmelden, aber man darf auch einfach zum Schnuppern kommen und sich dann erst entscheiden, ob man wirklich den Weg mitgehen möchte“, betont von Hofacker. Im weiteren Verlauf gibt es die Möglichkeit zur Begegnung mit biblischen Texten, mit guten Anleitungen und Anregungen für die persönliche Gebets- und Übungszeit zu Hause.
Wöchentlich werden Treffen zum Austausch angeboten – in der Krypta von St. Jodok in Landshut, und auch online zu verschiedenen Zeitpunkten. Bei jedem Treffen ist eine Begleiterin dabei, die Impulse für die kommende Woche gibt und für Gespräche zur Verfügung steht, etwa über die eigenen Erfahrungen mit Stille und innerem Hören. Ziel der Exerzitien ist es, im Alltag möglichst regelmäßig einen Raum zu finden, in dem geistliche Impulse wirken können und ein persönlicher spiritueller Weg wachsen kann. Vier biblische Verse und verschiedene Übungen, die alle Sinne ansprechen, helfen dabei, diesen Weg ganzheitlich zu gestalten.
Zum Abschluss gibt es am 29. März 2026 von 15 bis 17.30 Uhr noch einmal ein gemeinsames Treffen im evang. Gemeindehaus Christuskirche, um Erfahrungen miteinander zu teilen und den Weg der vergangenen Wochen abzurunden. Die Teilnahmegebühr beträgt 6 Euro für die Materialien. Eingeladen sind Menschen aus Stadt und Landkreis Landshut, getragen wird das Angebot von einem ökumenischen Team mit Pfarrerin Christiane von Hofacker (evangelische Pfarrerin in der Christuskirche), Pastoralreferentin Elisabeth Simon (katholische Stadtkirche Landshut), Gemeindereferentin Vian-Malou Neumann (Kath. Dekanat Landshut) und Pastoralreferentin Hedwig Langwieser (Pfarrverband Achdorf- Kumhausen).
„Lassen Sie sich überraschen“, ermutigt Christiane von Hofacker alle Interessierten. „Wer sich auf diesen Weg einlässt, wird merken: Im ganz normalen Alltag steckt oft viel mehr Tiefe, als wir auf den ersten Blick sehen.“

