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25 Jahre UnternehmerSchule: Gründer erfolgreich machen

UnternehmerSchule

Tauschten sich bei der Podiumsdiskussion über die ostbayerische Gründerszene aus: (v. l.) Christina Altmann, Albert Eckl, Stefan Niedermeier, Stephanie Fichtl und Thomas Wiederer. - Foto: Stephanie Geltinger

Arnstorf – pm (30.07.2026) Seit 25 Jahren begleitet die UnternehmerSchule der Hans Lindner Stiftung Gründerinnen und Gründer, Unternehmensnachfolger sowie junge Unternehmer auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit. Dieses Jubiläum bot den feierlichen Rahmen für das diesjährige Jahrestreffen der Stiftung auf Schloss Mariakirchen, zu dem rund 130 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und dem Bildungsbereich zusammenkamen.

Die Stiftungsvorstände Stephanie Lindner und Albert Eckl begrüßten die zahlreichen Gäste und dankten insbesondere den vielen Netzwerkpartnern, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die UnternehmerSchule engagieren. Stephanie Lindner hob hervor, dass die Stiftung ihre vielfältigen Projekte nur dank dieses starken Netzwerks verwirklichen kann. Die Partner fungieren als Multiplikatoren, bringen ihr Fachwissen ein und tragen die Angebote der Stiftung in die gesamte Region.

Albert Eckl stellte das Jubiläum der UnternehmerSchule in den Mittelpunkt des Abends. Gleichzeitig ließ er es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Gästen ein Geburtstagsständchen für Stifter Hans Lindner anzustimmen, der wenige Tage zuvor seinen 85. Geburtstag gefeiert hatte. Eckl würdigte ihn als Ideengeber und Wegbereiter der Stiftung. Ohne seinen Weitblick und sein Engagement wäre die Erfolgsgeschichte der Hans Lindner Stiftung nicht möglich gewesen.

Als Ehrengäste begrüßte die Stiftung unter anderem die Dritte Landrätin des Landkreises Rottal Inn, Marion Biermeier, sowie die Landtagsabgeordnete Mia Goller.

Marion Biermeier überbrachte die Grüße von Landrat Martin Koppmann und betonte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Hans Lindner Stiftung. Gerade bei der UnternehmerSchule arbeiteten beide Partner seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. „Mut allein reicht nicht. Wer gründen möchte, braucht auch ein sicheres Fundament. Genau dieses Wissen vermitteln die Expertinnen und Experten der UnternehmerSchule.“ Sie dankte der Familie Lindner sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung für ihren langjährigen Einsatz für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Auch Mia Goller unterstrich die Bedeutung von Unternehmertum für Niederbayern. Erfolgreiche Unternehmen seien eine wichtige Grundlage für eine lebenswerte Heimat. Gleichzeitig betonte sie, dass wirtschaftlicher Erfolg und Verantwortung für Natur und Gesellschaft zusammengehören.

Projektleiterin Christina Altmann nahm die Gäste mit auf eine Reise durch die Geschichte der UnternehmerSchule. Gemeinsam mit den ostbayerischen Gründerzentren entwickelte die Hans Lindner Stiftung die Seminarreihe im Jahr 2001. Ziel war es, Existenzgründer, Unternehmensnachfolger und Jungunternehmer praxisnah auf den Schritt in die Selbstständigkeit vorzubereiten.

Aus der ersten Veranstaltungsreihe entwickelte sich in den vergangenen 25 Jahren eines der größten kostenfreien Gründungsangebote in Ostbayern. Heute tourt die UnternehmerSchule insgesamt durch 12 Regionen in Niederbayern und der Oberpfalz. In sechs kostenfreien Abendveranstaltungen erhalten die Teilnehmer fundiertes Praxiswissen zu Themen wie Businessplan, Finanzierung, Recht, Steuern oder Marketing.

„Doch Wissen allein war nie das Erfolgsrezept“, erklärte Altmann. „Mindestens genauso wichtig sind die Kontakte, die während der UnternehmerSchule entstehen. Viele Teilnehmer finden dort Geschäftspartner, Berater oder Wegbegleiter für ihre unternehmerische Zukunft“.

Insgesamt nahmen bislang rund 10.000 Gründerinnen und Gründer an der Seminarreihe teil. Ihr besonderer Dank galt den zahlreichen Netzwerkpartnern, die die UnternehmerSchule seit einem Vierteljahrhundert mit ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützen.

Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend eine Podiumsdiskussion über die Entwicklung der Gründerszene in Ostbayern.

Albert Eckl erinnerte daran, dass die Idee zur UnternehmerSchule damals in Abstimmung mit den Gründerzentren entstanden sei. Das Ziel sei von Anfang an gewesen, Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und Gründer bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten. Die Kooperation mit dem Gründerzentrum in Straubing war der erste Schritt, viele weitere Partner kamen im Laufe der Jahre hinzu. So entstand ein starkes Netzwerk, das Wissen bündelt und in der gesamten Region verfügbar macht. Gleichzeitig appellierte Eckl an die Politik, bürokratische Hürden für Gründer weiter abzubauen.

Zu Gast war unter anderem Stefan Niedermeier, Leiter des Technologie- und Gründerzentrums im Hafen Straubing Sand. Dort fand vor 25 Jahren die erste UnternehmerSchule statt. Niedermeier erinnerte sich an die Anfänge der Veranstaltungsreihe und bezeichnete das Konzept als innovative Starthilfe für Gründerinnen und Gründer.

Damals hätten Gründer noch deutlich weniger Anlaufstellen und Netzwerke zur Verfügung gehabt. Umso größer sei der Zuspruch gewesen, den die UnternehmerSchule bereits in ihren Anfangsjahren erfahren habe. Heute seien neue Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz hinzugekommen. Der Grundgedanke der UnternehmerSchule sei jedoch unverändert aktuell. Gründer brauchen Wissen, Orientierung und ein starkes Netzwerk.

Stephanie Fichtl berichtete aus ihrer Arbeit in den Digitalen Gründerzentren. Ziel sei es heute, gemeinsam mit allen bestehenden Partnern ein funktionierendes Gründungsökosystem aufzubauen und weiterzuentwickeln. Sie erzählte außerdem, dass sie selbst als Geisteswissenschaftlerin an der UnternehmerSchule teilgenommen habe, um sich das notwendige betriebswirtschaftliche Wissen für die Begleitung von Gründerinnen und Gründern anzueignen.

Ebenfalls auf dem Podium diskutierte Unternehmer Thomas Wiederer, Gründer von My Herbal Spa. Er berichtete aus eigener Erfahrung, wie ihn die UnternehmerSchule auf seinem unternehmerischen Weg begleitet hat. Heute ist sein Unternehmen weit über die Region hinaus bekannt und wurde unter anderem durch seinen Auftritt in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ einem breiten Publikum bekannt.

In einem Punkt waren sich alle Gesprächspartner einig: Erfolgreiche Gründungen entstehen dort, wo Wissen, Erfahrung und starke Netzwerke zusammenkommen. Die UnternehmerSchule zeigt seit 25 Jahren eindrucksvoll, wie aus einer engen Zusammenarbeit von Hans Lindner Stiftung, Gründungszentren, Wirtschaftsförderungen, Landkreisen, Städten, IHK, Handwerkskammer, Agentur für Arbeit, Sparkassen, VR Banken und vielen weiteren Partnern nachhaltige Synergieeffekte entstehen. Nicht Konkurrenz, sondern das gemeinsame Ziel, Gründerinnen und Gründer bestmöglich zu unterstützen, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Den Abschluss des Nachmittags bildete ein gemeinsames Abendessen im malerischen Innenhof von Schloss Mariakirchen. In entspannter Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen über die Entwicklung der Gründerszene, neue Ideen und die weitere Zusammenarbeit im starken Netzwerk der UnternehmerSchule. Die Botschaft des Abends war eindeutig: Auch künftig wird die UnternehmerSchule Menschen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit begleiten. Grundlage dafür ist ein starkes Netzwerk, das gemeinsam mehr erreicht als jeder Einzelne.

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