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In Landshut-nun Bonding nach Kaiserschnitt möglich

Bonding

Eine Mutter mit ihrem Neugeborenen beim Bonding - Foto: Kerstin Petri

Landshut - pm (03.03.2026) Seit Anfang des Jahres gibt es in der Geburtshilfe der Klinik Landshut-Mitte (vormals Klinikum Landshut) ein neues, familienorientiertes Angebot: Auch nach einem Kaiserschnitt können Neugeborene unmittelbar nach der Geburt bei ihrer Mutter im Kreißsaal beziehungsweise Operationssaal bleiben. Damit wird das sogenannte Bonding – der frühe, ungestörte Haut-zu-Haut-Kontakt zwischen Mutter und Kind – auch nach operativen Entbindungen ermöglicht.

Der direkte Körperkontakt nach der Geburt unterstützt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind und fördert das Gefühl von Nähe und Sicherheit. Studien zeigen, dass Neugeborene beim Bonding ruhiger sind, eine stabilere Atmung und Herzfrequenz aufweisen und ihre Körpertemperatur besser regulieren können.

Auch für Mütter bringt das frühe Bonding viele Vorteile mit sich. Der unmittelbare Kontakt kann die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin fördern. Oxytocin, umgangssprachlich auch Kuschelhormon genannt, stärkt die Mutter-Kind-Bindung und wirkt sich positiv auf das emotionale Wohlbefinden aus. Zudem kann Bonding den Stillbeginn erleichtern und das Vertrauen der Mutter in den eigenen Körper und die neue Situation stärken.

Bisher war Bonding nach einem Kaiserschnitt in den ersten zwei Stunden nur mit dem Vater im Kreißsaal möglich, mit der Mutter erst auf der Station. Durch angepasste Abläufe und eine enge Zusammenarbeit des geburtshilflichen und anästhesiologischen Teams wird es nun möglich, Mutter und Kind bereits im Kreißsaal zusammenzuführen – sofern der medizinische Zustand von beiden dies zulässt.

Familienzimmer

Insgesamt zehn Familienzimmer stehen auf der Wochenbettstation in der LA-Regio Klinik Landshut Mitte zur Verfügung. - Foto: LA-Regio Kliniken

„Mit der Einführung des Bondings nach einem Kaiserschnitt im Kreißsaal setzt die Klinik ein klares Zeichen für eine moderne, familienorientierte Geburtshilfe“, sagt Dr. Ingo Bauerfeind, Chefarzt der Geburtshilfe. „Unser Ziel ist es, allen Familien unabhängig von der Geburtsform einen möglichst sanften und bindungsfördernden Start ins gemeinsame Leben zu ermöglich.“

Nach der Geburt wird die Mutter mit ihrem Neugeborenen auf der modernen Wochenbettstation im Neubau untergebracht. Dort stehen insgesamt 30 Betten zur Verfügung, von denen meist zwischen 20 und 25 belegt sind. Die Mütter können neben Standard-Zweibettzimmern auch zwischen Einbett- und Familienzimmern wählen. Insbesondere die Familienzimmer sind sehr gefragt.

Auf der Wochenbettstation wird Rooming-in ermöglicht, das heißt, das Kind bleibt rund um die Uhr bei der Mutter beziehungsweise den Eltern, die durch Hebammen, Pflegekräfte sowie Ärzte unterstützt und betreut werden. Zusätzlich erhalten die Mütter eine Einzelstillberatung durch eine ausgebildete Stillberaterin. Spezielle Stillzimmer auf der Station sind mit allen Stillutensilien ausgestattet, an denen sich die Mütter selbstständig bedienen können.

In der LA-Regio Klinik Landshut-Mitte kamen im vergangenen Jahr 710 Babys zur Welt, 2024 waren es 706. Entgegen des allgemeinen Trends blieb die Geburtenrate in der Klinik nicht nur stabil, sie stieg sogar leicht an. Mit der neuen Wochenbettstation, dem Rooming-in-Konzept und nun auch Bonding nach Kaiserschnitt ist die Klinik Landshut-Mitte bestens aufgestellt, um auch künftig für Eltern und Kind einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Auch in den geburtshilflichen Abteilungen an den Standorten Landshut-Achdorf und Vilsbiburg nimmt Bonding einen hohen Stellenwert ein.

Alle Geburtshilfen der LA-Regio Kliniken werden durch die Regierung von Oberfranken mit Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention gefördert.

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