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Eröffnung zu Koenig "Aufstellung" und "Heufelder"

Fritz Koenig Fernblick

Fritz Koenig "Fernblick", 1985I1997 - Fotos: Toni Ott

Landshut - pm (19.03.2026) Zwei Ausstellungen auf einen Schlag werden am 21. März im KOENIGmuseum eröffnet: die „Wiederaufstellung“ der „Aufstellung“, die Koenig selbst 2008 mit seinen Plastiken im KOENIGmuseum vorgenommen hat; und die Jubiläumsausstellung für den ehemaligen Leiter der Landshuter Keramikschule: „Handwerk & Humanität. Walter Heufelder zum 100.“

Die Eröffnung ist bereits ausgebucht. Sie findet am 21. März um 14 Uhr im KOENIGmuseum statt. Es sprechen Oberbürgermeister Alexander Putz, Daniel J. Schreiber, Leiter der Museen, und der stellvertretende Leiter der Museen Thomas Stangier, der die Heufelder-Ausstellung kuratiert hat. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von Nico Theodossiadis am Saxophon und Peter Papritz am Klavier.

Ihr Verhältnis war respektvoll doch reserviert: Fritz Koenig, Landshuter Urgestein und weltbekannter Bildhauer, war eine künstlerische Autorität in der Stadt. Walter Heufelder dagegen war schon 49 Jahre alt, als er 1975 aus Köln nach Landshut kam, um in den folgenden 13 Jahren die hiesige Keramikschule zu leiten. Der gebürtige Westerwälder musste sich erst einmal einfinden in seine niederbayerische Umgebung. Sie trafen sich beim Landshuter Künstlerstammtisch. Heufelder besuchte Koenig in Ganslberg; und er fehlte auf keiner der Eröffnungen und Veranstaltungen im KOENIGmuseum.

Ausstellungsansicht Hauptraum

Ausstellungsansicht im Hauptraum des KOENIGmuseums

Neben der räumlichen Nähe gibt es weitere Parallelen in den Laufbahnen der beiden. Sie sind fast gleich alt: Koenig ist 1924 geboren. Heufelder ist zwei Jahre jünger. Beide ziehen in früher Jugend in den Krieg. Beide begründen ihre Karrieren nach 1945, Koenig durch sein Studium an der Akademie in München und Stipendiumsaufenthalt in Paris, Heufelder durch Gesellen- und Meisterprüfung sowie Staatsexamen. Beide bedienen sich der abstrakten Formensprache der Nachkriegsmoderne; beide haben sich in der Lehre hervorgetan – Heufelder an den Kölner Werkschulen und an der Landshuter Keramikschule, Koenig an der TU München; und beide beginnen ihre Laufbahn als Keramiker, wie die Ausstellung an frühen Tonarbeiten Koenigs erkennen lässt.

Am 4. Januar 2026 feierte Walter Heufelder seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass hat er den Museen der Stadt Landshut 46 Arbeiten geschenkt. Sie werden nun zusammen mit Leihgaben aus der Neuen Sammlung München gezeigt. So ergibt sich ein repräsentativer Querschnitt durch Heufelders Lebenswerk, das von Formreichtum und hoher technischer Präzision bei den Glasuren gekennzeichnet ist.

Fritz Koenig Zwei XII

Fritz Koenig "Zwei XII", 1975 vor "Epitaph für Ikarus",1985-86

Nachdem Heufelder bereits 2023 im LANDSHUTmuseum eine Ausstellung gewidmet war, sollte die Jubiläumsschau zum 100. Geburtstag an einer anderen Ausstellungsstätte zu sehen sein. Die Wahl fiel auf das Haus, das 1998 als ›Skulpturenmuseum im Hofberg‹ gegründet worden war. Erst nach seinem Tod 2017 wurde das Fritz Koenig gewidmete Museum in KOENIGmuseum umbenannt. In den ersten beiden Jahrzehnten seiner Existenz wurden Werke Koenigs sowie Teile seiner Sammlungen in wechselnden Konstellationen gezeigt. Erst in jüngerer Zeit wurde Koenigs Werk in Dialog zu anderen Positionen gesetzt, um weiterhin Interesse an seinem Werk zu wecken und neue Zielgruppen dafür zu begeistern. Dies ist mit der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung zu Patricia Piccinini eindrücklich gelungen. Die herausfordernde Gegenüberstellung mit den hyperrealistischen Silikonarbeiten der weltberühmten Künstlerin haben Koenigs Plastiken in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen.

Doch nun kehrt der Meister wieder in voller Breite in sein Domizil ein. Über weite Teile der offenen Raumfolge des Baus ist die originalgetreue „Wiederaufstellung“ der „Aufstellung“ von Koenigs Plastiken zu sehen, die der Künstler selbst 2008 vorgenommen hatte. Auf der Grundlage von Fotos des Landshuter Fotografen Toni Ott konnte die Stellung der Kunstwerke nahezu zentimetergenau nachvollzogen werden. Nur beim Medienraum, beim Pädagogikraum und beim Schaudepot mussten Kompromisse mit den hinzugekommenen Einbauten eingegangen werden – und bei dem Walter Heufelder gewidmeten Raum. Außerdem wurde auf die Kombination mit Zeichnungen Koenigs verzichtet – aus konservatorischen Gründen, und um ein pures Erlebnis der bildhauerischen Arbeiten in dem wieder ganz in Weiß gefassten Museum zu ermöglichen. Das Motto der Schau, die nach der am 5. Juli 2026 endenden Heufelder-Ausstellung fortdauert, lautet: Koenig pur genießen!

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