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Hitze macht auch den Fischen schwer zu schaffen

Schwarzer Regen

Die Hitze macht den Fischen und Gewässerbewohnern teils schwer zu schaffen. Auch für Fischzüchter und Teichwirte ist die Situation nicht leicht. - Foto: Matthias Merkel

Lindbergmühle - pm (30.06.2026) Niederbayern besticht mit seiner vielfältigen und artenreichen Kulturlandschaft. Der Bezirk setzt sich dafür ein, sie zu bewahren sowie mit der Umwelt und den vorhandenen Ressourcen so schonend wie möglich umzugehen. Die aktuelle Hitzewelle zeigt: Es wird immer noch wichtiger, dass wir die Natur achten und Maßnahmen zu ihrem Erhalt ergreifen.

Die hohen Temperaturen sind belastend – für Mensch, aber auch Natur und Tierwelt. „Die Hitze sorgt für hohe Wassertemperaturen, sehr niedrige Abflüsse und macht den Fischen und Gewässerbewohnern teils schwer zu schaffen“, sagt Matthias Merkel von der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Niederbayern. „Da wir in Niederbayern keine natürlichen großen Seen haben, sind hier vor allem die Fließgewässer, Baggerseen und Fischteiche betroffen.“

Akut auf die Hitze zu reagieren, geht nur begrenzt: „Im Einzelfall werden zum Beispiel die Feuerwehren aktiv“, erklärt Merkel. „Mit Pumpen versuchen die Kameraden, den Sauerstoffgehalt des jeweiligen Gewässers zu erhöhen und Frischwasser einzubringen.“ Um den Fischbestand in einem geschlossenen Gewässer zu retten, sei diese Maßnahme als Symptombekämpfung stellenweise in jedem Fall sinnvoll. Erfolg sei dabei nicht immer garantiert: „In einigen Gewässern wird es zu Fischsterben kommen.“

Zahlreiche Möglichkeiten für Fischzüchter und Teichwirte

Gewässerökologisch kritische Zustände können insbesondere auch in den großen Flüssen Bayerns auftreten. Um diese frühzeitig zu erfassen, Gewässernutzer und die Öffentlichkeit zu sensibilisieren sowie ggfs. koordinierte Maßnahmen einzuleiten, gibt es z.B. den Alarmplan Donau Gewässerökologie. „Werden bestimmte Grenzwerte gerissen, müssen alle Handlungen, die zu einer weiteren Verschlechterung der Gewässerökologie führen können, unterlassen werden“, erklärt Merkel. „Beispielsweise müssen dann Schlammräumungen und Baggerarbeiten unterbrochen, Abwasserreinigungsanlagen zu Sanierungszwecken außer Betrieb genommen, Phosphatfällung auf Kläranlagen zu Sanierungszwecken eingestellt oder wärmeeinleitende Betriebe eingeschränkt werden.“

Auch für Fischzüchter und Teichwirte ist die Situation nicht leicht. Die Fachberatung für Fischerei steht gerne beratend zur Seite (0871 97512-750 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!), denn: „Je nach Lage und gehaltenen Fischarten muss entschieden werden, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen“, sagt Merkel. „Es gibt eine ganze Palette an Möglichkeiten, die Belastungen für die Fische nicht noch zu erhöhen – vom Einstellen des Fütterns über Belüftung bis zum Eintrag technischen Sauerstoffs.“ Die Lage im bezirkseigenen Betrieb haben die Fischwirtschaftsmeister in Lindbergmühle im Griff.

Neben den Akutmaßnahmen vor allem mittel- und langfristig erforderlich: „Wir müssen in den Gewässern wieder die Durchgängigkeit herstellen, die Bäche und Flüsse beschatten und ausgebaute Strecken wieder renaturieren“, sagt Merkel. „Dies würde dazu beitragen, dass Fische wieder wandern und so auch geeignetere, kältere Bereiche aufsuchen können.“ Durch Beschattung und Renaturierung senke man zudem die Wassertemperaturen und schaffe geeigneten Lebensraum für Wasserlebewesen. „Abgesehen davon kann natürlich jeder Einzelne von uns einen Beitrag leisten, indem beispielsweise Wasser gespart und die Natur in sensiblen Bereichen geschont wird.“

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