Landshut - pm (07.10.2026) Ein Kooperationsprojekt der Museen der Stadt Landshut findet gemeinsam mit den Maltesers Landshut und des Pflegestützpunktes Region Landshut für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen statt. „Kulturelle Teilhabe im Alter und für Menschen mit Demenz ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist voraussetzungsreich und muss organisiert werden – deshalb haben wir uns zusammengetan und dieses Angebot gestaltet“, so die Projektverantwortlichen beim Planungstreffen.
Wer an einer Demenz erkrankt, muss oftmals mit vielerlei Verlusten leben. Das Gedächtnis und die Konzentration lassen nach, Orientierung und Impulssteuerung gehen verloren, Freundeskreise werden kleiner. Dem stellt die KUNST-Brücke ein Museumserlebnis entgegen, bei dem Lebensqualität und Lebensfreude ganz im Mittelpunkt stehen. „Wahrnehmen, Erleben, Staunen – sich erinnern, miteinander reden und ganz in den Moment eintauchen“: Mit diesen Worten lädt Dr. Sandra Aschenbrenner, Pflegestützpunkt Landshut, Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen ein.
Die Veranstaltungsreihe startet am 27. Oktober 2026 mit einer Führung im KOENIGmuseum. Gabriella von Nostiz wird alle geplanten Führungen übernehmen und hat aus der umfangreichen Kunstsammlung Exponate ausgewählt, die zum Dialog einladen und angefasst werden dürfen. „Wir wollen Momente schenken“, fasst Johanna Birnkammer, Pflegestützpunkt Region Landshut, die Zielsetzung des Projektes zusammen.
Natalie Dietzsch-Albrecht, Koordinatorin von Gemeinsam statt einsam der Malteser Landshut, ermuntert auch Menschen mit Demenz, die keine pflegenden Angehörigen als Begleitperson haben, sich anzumelden: „Wir freuen uns sehr darauf, interessierten Teilnehmern während der Führungen an der Seite zu stehen.“ Eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher kann während der Museumsführung eine 1:1 Begleitung ermöglichen.
Am Planungstreffen im KOENIGmuseum teilgenommen hat auch der dritte Bürgermeister Hans-Peter Summer und zeigt sich für die Stadt Landshut und persönlich sehr froh und begeistert, dass sich „unsere städtischen Museen
zusammen mit dem Pflegestützpunkt und den Maltesern dieser Thematik widmen.“ Er betrachtet die vorgestellte Studie Erinnerungs_reich (TH Dresden) als guten Ansatz wirksam gegen depressive Symptome der Demenz vorzugehen und schlägt vor, die Führungen unter das Motto „Vergiss mein nicht - Kunst erleben und begreifen“ zu stellen. „Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei diesen Führungen können Menschen mit Demenz die Kunstwerke berühren und nicht nur mit den Augen betrachten“, so Summer, und sieht darin „für unsere Stadt einen ganz neuen Ansatz, der laut Studien weitaus wirksamer gegen depressive Symptome bei Demenzerkrankung sei.“
Der Museumsbesuch findet in kleinen Gruppen statt. Die Anmeldung ist für Einzeltermine oder die Veranstaltungsreihe möglich.
Die Führungen finden statt am
27. Oktober (Treffpunkt KOENIGmuseum)
24. November (Treffpunkt Hl-Geist-Kirche)
08. Dezember (Treffpunkt KOENIGmuseum)
jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr
Anmeldungen im Pflegestützpunkt unter 0871/3198950
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Quellenangabe zur erwähnten Studie ERINNERUNGS_reich: https://tu- />dresden.de/med/mf/ame/ressourcen/dateien/Erinnerungs_reich-Druck.pdf?lang=de


