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Wegegebot am Standortübungsplatz schützt Flora und Fauna

Hinweisschild Standortübungsplatz

Hinweisschilder und querliegende Baumstämme zeigen im Gebiet klar an, welche Wege genutzt werden dürfen – zum Schutz der sensiblen Brutbereiche. - Fotos: Stadt Landshut

Landshut - pm (03.03.2026) Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen zieht es viele Menschen wieder hinaus in die Natur. Im Osten Landshuts erstreckt sich ein artenreiches Naturschutzgebiet, das auch viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger anlockt und zu einem beliebten Ausflugsziel zählt. Der „Ehemalige Standortübungsplatz Landshut“ ist dabei Heimat zahlreicher seltener Tiere und Pflanzen.

Um die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt dort zu schützen, gilt eine ganzjährige Leinenpflicht für Hunde sowie vom 1. März bis Ende August das Wegegebot.

Da im Naturschutzgebiet sensible Vogelarten beheimatet sind, ist es besonders in dieser Zeit wichtig, die auf den Übersichtskarten ausgewiesenen Wege nicht zu verlassen. „Viele Zugvögel kehren jetzt aus ihren Winterquartieren in Afrika und Südeuropa zurück oder treffen in den kommenden Wochen bei uns ein“, erklärt Gebietsbetreuer Fabian Hertrich. Als Bodenbrüter bauen beispielsweise die Heidelerche oder der Baumpieper ihre Nester direkt auf dem Boden, gut versteckt hinter Grasbüscheln. Sofern die Vögel Gefahr durch Menschen oder Hunde wittern, verlassen sie ihre Nester und dort gelegte Eier können auskühlen. Werden die Tiere häufig gestört, besteht die Gefahr, dass sie das Nest aufgeben.

Naturschutzgebiet

Im Naturschutzgebiet am ehemaligen Standortübungsplatz sind zahlreiche Pflanzen- und Tierarten beheimatet. Deshalb gilt ganzjährig Leinenpflicht sowie von 1. März bis 30. August ein Wegegebot.

Um auf die geltenden Regelungen hinzuweisen, werden jedes Jahr ab Anfang März Schilder aufgestellt, um somit die Kernbereiche zu schützen. Querliegende Baumstämme weisen darauf hin, dass die Schleichwege nicht betreten werden dürfen. Trotzdem kommt es immer wieder zu Verstößen. Die Absperrungen werden ignoriert und Hunde nicht angeleint. Seit einigen Jahren führen deshalb Gebietsbetreuer und Mitglieder der Naturschutzwacht vor Ort Aufklärungsgespräche, wodurch sich die Lage verbessert hat.

Wer das Gebiet noch genauer entdecken und wissen möchte, was hier so kreucht und fleucht, kann die kostenlose App „natur.digital“des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz nutzen. Sie bietet eine digitale Führung mit spannenden Informationen zu Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten sowie zu Aussichtspunkten und Infostationen. Auch die empfohlene Wegeführung ist dort hinterlegt. Die App sollte am besten bereits vor dem Besuch installiert werden.

Die Stadt bittet alle Ausflügler und Spaziergänger, das Wegegebot und die Schutzmaßnahmen zu beachten. Da viele Tiere im Winter auf ihre Energiereserven angewiesen sind, sollten auch in den Wintermonaten Störungen vermieden werden.

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