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Zukunft liegt in den Erneuerbaren nicht in der Atomkraft

Vortrag Sterner BüfA

Prof. Dr. Michael Sterner mahnte: Der Klimawandel bedroht unsere Wirtschaft und unser Ernährungssystem. - Foto: Heinrich Inkoferer

Landshut – pm (17.07.2026) Der Pfarrsaal von St. Martin hatte sich bis auf den letzten Platz gefüllt, als Armin Wölfl vom Christlichen Bildungswerk Landshut (CBW) die Gäste begrüßte. Sie waren auf Einladung des CBW und des Bündnisses für Atomausstieg Landshut (BüfA) zum Vortragsabend mit Prof. Dr. Michael Sterner zum Thema „Die Energiewende ist machbar – Unsere Zukunft liegt bei den Erneuerbaren und nicht in der Atomkraft“ gekommen.

Sterner erreichte Landshut verspätet wegen eines Verkehrsstaus mit seinem Elektroauto verspätet. Kathy Mühlebach-Sturm, Vorsitzende der im BüfA beteiligten BUND-Naturschutz-Kreisgruppe Landshut hatte die Wartezeit für einen Überblick über die Arbeit des BüfA und die spezielle Situation im Landkreis Landshut mit dem Brennelementezwischenlager in Niederaichbach genutzt.

Louis Herrmann vom Bürgerforum gegen Atomkraft/BüfA stellte den Referenten vor: Promoviert in Kassel, lehrt und forscht Sterner seit fünfzehn Jahren, derzeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg an der Forschungsstelle Energienetze und Energiespeicher FENES sowie zu Wasserstoff und Energiesystemtechnik.

Sterner betonte gleich zu Beginn seiner Ausführungen, dass es jetzt um die Erhaltung des Klimasystems als Voraussetzung des Bestands der Wirtschaft und unseres Ernährungssystems gehe. Der Klimawandel sei keine Sache des Glaubens, sondern ein Fakt; viele wollten dies jedoch nicht wahrhaben. Deutschland mache sich mit der weiteren Nutzung fossilen Gases erpressbar und Kernfusion sei - Garchinger Fusionsforschern zufolge - innerhalb der nächsten 30 Jahre nicht realisierbar. Darin investiertes Geld würde laut Prof. Dr. Sterner für andere wichtige Forschungsbereiche fehlen. Atomkraft sei nicht klimaneutral, neue Kraftwerke nicht bezahlbar und die Kosten der Entsorgung werde späteren Generationen aufgebürdet. Mit verschiedenen Diagrammen zeigte er u.a., dass der Anteil des Atomstroms am internationalen Strommix rückläufig sei.

In Kalifornien verdränge Strom aus Batteriespeichern derzeit die Gasnutzung. Sterner fordert, dass Batteriespeicher und Netze auch bei uns für Strom aus erneuerbaren Quellen massiv ausgebaut werden. Mit der neuen Gesetztesnovelle zur Energiepolitik aber bremse die Politik die erneuerbaren Energien aus. Notwendig seien jetzt Energiesparen und -effizienz, eine CO2-neutrale Energienutzung und Verhaltensänderungen in Richtung Suffizienz. Kritikern des Flächenverbrauchs von PV-Freiflächen- und Windkraftanlagen hält Sterner eine Deutschlandkarte entgegen, aus der ersichtlich ist, dass für Golfplätze oder Christbaumplantagen größere Flächen als für jene verwendet werden.

Die abschließende Fragerunde wurde von Rosi Steinberger (Grüne/BüfA) moderiert. 

Sterner ist überzeugt, dass mit den vorhandenen technischen Möglichkeiten und mit „Glaube, Liebe und Hoffnung statt Angst, Hass und Hetze“ Klimaschutz und Energiewende möglich sind.

Vogginger

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