
v. l.: Entwicklungsleiter Hans-Joachim Klink, Dr. Klaus Geißdörfer, CEO ebm-papst Gruppe, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Dr. Hannes Säubert, CEO Heating Technology, Thaddäus Hinterberger, R&D, sowie Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger - Fotos: Alexey Testov
Landshut – pm (11.07.2026) Die Wärmewende verändert die Heiztechnik grundlegend und mit ihr den ebm‑papst Standort in Landshut. Wie das Unternehmen diesen Wandel aktiv gestaltet, zeigte es heute dem Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder. Gemeinsam mit Dr. Hannes Säubert, Geschäftsführer von ebm‑papst Landshut und CEO der Division Heating Technology, sowie Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm‑papst Gruppe, nahm Söder einen neuen Wärmepumpen‑Demonstrator im Kälte‑Innovationszentrum offiziell in Betrieb.
Zu den Gästen zählten Landshuts Oberbürgermeister Dr. Thomas Haslinger sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Transformation eines traditionsreichen Standorts
Der Standort Landshut ist Sitz der globalen Division Heiztechnik von ebm‑papst und befindet sich im Zuge der Wärmewende in einer tiefgreifenden Transformation. Über Jahrzehnte hat sich das Unternehmen eine führende Position in der Gasbrennwerttechnik aufgebaut und sich vom Komponentenhersteller zum Technologie‑ und Entwicklungspartner der Heizungsindustrie entwickelt. Diese Erfahrung überträgt ebm‑papst nun auf den Zukunftsmarkt Wärmepumpe und baut seine Kompetenzen in zentralen Technologiefeldern gezielt weiter aus.
Dabei verfolgt das Unternehmen einen technologieoffenen Ansatz und entwickelt Lösungen für die Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung unabhängig von der Energiequelle – von Erdgas und grünen Gasen über Wasserstoff bis hin zu Wärmepumpenanwendungen.
Wärmepumpen‑Demonstrator als Meilenstein
Ein wichtiger Meilenstein dieser Transformation ist der neue Wärmepumpen‑Demonstrator. Das funktionsfähige System vereint zentrale Innovationen von ebm‑papst und dient als Referenz‑ und Entwicklungsplattform für die Wärmepumpenbranche. Gemeinsam mit dem 2025 eröffneten Kälte‑Innovationszentrum, das reale Betriebsbedingungen von Wärmepumpen simulieren kann, entsteht in Landshut eine moderne Entwicklungsumgebung für die Erprobung und Weiterentwicklung neuer Technologien.

Ministerpräsident Söder im Gespräch mit Streckenbetreuerin Tina Specht an einer vollautomatisierten Montagelinie für Gasgebläse.
„Wer die Wärmepumpe der Zukunft mitgestalten will, muss das Gesamtsystem verstehen“, erläutert Geschäftsführer Dr. Hannes Säubert. „Der Wärmepumpen‑Demonstrator schafft dafür die Grundlage. Er hilft uns, Systemkompetenz aufzubauen und unsere Kunden künftig noch stärker als Entwicklungspartner auf Augenhöhe zu begleiten. So schaffen wir die Voraussetzungen für die nächste Generation von Wärmepumpen, effizienter, leiser und kompakter als heute.“
Einordnung durch die Unternehmensgruppe
Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der ebm‑papst Gruppe, betont die strategische Bedeutung des Standorts: „Die Wärmewende verändert unseren Markt grundlegend und stellt die Branche vor große Herausforderungen. In Landshut bauen wir deshalb gezielt Kompetenzen für die Heiztechnik der Zukunft aus, insbesondere in den Bereichen Kältekreis und Elektronik. Mit Investitionen in Technologie und Entwicklung schaffen wir die Voraussetzungen, diesen Wandel aktiv zu gestalten. Der Wärmepumpen-Demonstrator ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.“
„Darüber hinaus investieren wir gezielt auch an anderen Standorten in weitere Zukunftsfelder. Besonders stark entwickeln sich derzeit unsere Lösungen für Rechenzentren sowie NEXAIRA, unser digitales Ökosystem für energieeffiziente Anwendungen. Das zeigt, wie breit wir technologisch aufgestellt sind und wie konsequent wir die Transformation unserer Märkte gestalten.“
Besuch des Ministerpräsidenten
Im Rahmen seines Besuchs informierte sich Ministerpräsident Söder über aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie die strategische Weiterentwicklung des Standorts. Dabei präsentierten auch langjährige bayerische Kunden von ebm-papst konkrete Anwendungsbeispiele. So zeigte Gerdewan Jacobs, Executive Vice President Heating & Ventilation Business Units der Ariston Group, den Einsatz von ebm-papst Komponenten in hocheffiziente Wärmepumpen und Brennwertheizgeräte der Konzerntochter WOLF GmbH. Dr. Martin Hermann, CTO der RATIONAL AG, präsentierte mit dem iCombi Pro ein Beispiel für professionelle thermische Speisenzubereitung, in dem ebenfalls Komponenten von ebm-papst zum Einsatz kommen.
Bei einem anschließenden Rundgang durch die Produktion erhielt die Delegation Einblicke in die Fertigungskompetenz von ebm-papst – von hochautomatisierten Produktionsanlagen bis hin zu flexiblen Fertigungs- und Montageprozessen.
Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Hightech und Technologie machen unsere Wirtschaft stark: „ebm-papst“ ist ein Vorzeigeunternehmen aus Niederbayern und Champion bei der Transformation. Mit Mut, Innovation und Technologieoffenheit reagiert das Unternehmen auf die Herausforderungen der Zeit und bedient viele verschiedene Zukunftsmärkte. Mit Vorfahrt für Innovation sollen sich die besten Technologien durchsetzen. Wir brauchen dazu Handwerker genauso wie Akademiker. Wir arbeiten als Staatsregierung jeden Tag daran, die Wirtschaft voranzubringen, für Bayern zu werben und Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern. Der internationale Wettbewerb ist extrem hart. Damit Deutschland sozial gerecht und zugleich effizient bleiben kann, müssen wir unsere Stärken wieder stärken. Mit der Hightech Agenda investieren wir als Freistaat über sechs Mrd. Euro in Wissenschaft und Forschung – etwa auch an der TH Landshut. Danke für die heutigen Einblicke und den starken Spirit!“
Blick nach vorn
Mit dem Wärmepumpen‑Demonstrator, dem Kälte‑Innovationszentrum sowie den Kompetenzzentren für Kältekreis und Elektronik baut ebm‑papst in Landshut gezielt Kompetenzen für die Heiztechnik der Zukunft auf. Damit entwickelt der Standort seine langjährige Expertise konsequent weiter und gestaltet den Wandel der Branche aktiv mit.

