Die Kommandanten wählten den bisherigen Fach-Kreisbrandinspektor Andres Pichl zum neuen Kreisbrandrat des Landkreises Landshut. Landrat Alfred Holzner und Abteilungsleiterin Stefanie Kratzer gratulierten herzlich zum neuen Amt.
pm (29.09.2026) Der Landkreis Landshut hat einen neuen Kreisbrandrat. Der bisherige Amtsinhaber Rudi Englbrecht hat sich nach sechs Jahren nicht mehr zur Wahl gestellt. Die Kommandanten und Delegierten der Feuerwehren haben Rudi Englbrecht zu seinem Nachfolger gewählt.
Am Wahlabend im Bürgersaal Ergolding nutzte Landrat Alfred Holzner die Gelegenheit, dem nun Kreisbrandrat a. D., für seinen langjährigen Einsatz zu danken. „Mit Rudi Englbrecht hat ein überzeugter und sehr erfahrener Mann in den vergangenen sechs Jahren das höchste Feuerwehr-Amt im Landkreis ausgeübt, der sich in dieser Amtszeit sehr verdient um die Feuerwehren im Landkreis Landshut gemacht hat. Durch seine ruhige, aber sehr souveräne und pragmatische Art war die Zusammenarbeit mit Rudi Englbrecht immer hervorragend und sehr lösungsorientiert“, lobte der Landrat die Verdienste des ehemaligen Kreisbrandrates.
Bei der anschließenden Wahl des neuen Kreisbrandrates obliegt nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz dem Landrat das alleinige Vorschlagsrecht. „Im Landkreis Landshut können wir uns glücklich schätzen, auf eine so hervorragend aufgestellte Kreisbrandinspektion zurückgreifen zu können, dass eine Nachfolge von Rudi Englbrecht sichergestellt werden kann. Jeder der potentiellen Kandidaten hat sich sehr um die Feuerwehren im Landkreis Landshut verdient gemacht und sich als Feuerwehrführungsgrad bewiesen. Zudem ist es mir ein zentrales Anliegen, die Stabilität in der zweiten Führungsebene, in unseren drei Inspektionsbereichen Nord, Mitte und Süd, zu erhalten. Nach vielen Gesprächen, Telefonaten und sorgfältiger Prüfung der zur Verfügung stehenden Bewerberinnen und Bewerber schlage ich Andres Pichl zur Wahl als neuen Kreisbrandrat vor“, erklärt der Landrat seinen Vorschlag. „Andres Pichl verfügt als bisheriger Fach-KBI über die höchste einschlägige Ausbildungsqualifikation unter den potenziellen Bewerbern. Darüber hinaus kann er auf eine langjährige und umfassende Führungserfahrung bei der Berufsfeuerwehr am Kernkraftwerk Isar zurückblicken und hat sich hier umfassend in allen Bereichen des vorbeugenden als auch aktiven Brandschutzes und des Feuerwehrwesens vielfältig und qualitativ hochwertig ausgebildet. Zudem hat er sich als Örtlicher Einsatzleiter, aber auch um die Neustrukturierung der Kreiseinsatzzentrale im Neuen Landratsamt und in vielen weiteren Bereichen mehr als bewiesen. Diese Verbindung aus herausragender fachlicher Qualifikation, praktischer Einsatzerfahrung und bewährter Führungskompetenz bietet eine hervorragende Grundlage für die anspruchsvolle Aufgabe des Kreisbrandrates“, so Holzner weiter.
127 der Kommandanten der wahlberechtigten Wehren folgten der Empfehlung des Landrates und wählten, unter Leitung der zuständigen Abteilungsleiterin am Landratsamt, Stefanie Kratzer, Andres Pichl zum neuen Kreisbrandrat.
Pichl ist seit 2017 als Fach-Kreisbrandinspektor für den vorbeugenden Brandschutz, Kreiseinsatzzentrale (KEZ) und Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (ÖEL) aktiv. Dieses Amt gibt er mit seiner Wahl zum Kreisbrandrat ab. Zuvor war er sieben Jahre stellvertretender Kommandant der FF Altheim und zwei Jahre Kreisbrandmeister Ausbildung. Bei seiner Heimatwehr, der FF Mirskofen, ist er im Alter von 15 Jahren beigetreten. Seit 2010 ist er hauptberuflich in der Werkfeuerwehr des Kernkraftwerkes Isar beschäftigt.
Im Landkreis Landshut mi seinen 35 Gemeinden (ca. 165.000 Einwohner), sind knapp 150 Feuerwehren, davon eine Werksfeuerwehr, organisiert. Der Kreisbrandrat wird auf eine Dauer von sechs Jahren gewählt.

