
Anstatt wie geplant am Freitag, 10. Juli, rollen die Züge zwischen Nürnberg und Regensburg erst wieder am Freitag, 31. Juli, also drei Wochen später. - Foto: Thomas Kiewning
Regensburg/Nürnberg - pm (07.07.2026) Am Freitag nimmt die DB InfraGO zwei Bahnstrecken wieder in Betrieb: Bei der Korridorsanierung Hagen–Wuppertal–Köln und der Qualitätsoffensive Hamburg–Hannover liegen alle Arbeiten im Plan. Auf dem Korridor Nürnberg–Regensburg dauert die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik jedoch an, obwohl Gleise, Weichen und Oberleitungen bereits fertiggestellt sind.
Aus diesem Grund kann der Zugverkehr noch nicht wie geplant wieder aufgenommen werden. Spätestens zum Beginn der bayerischen Sommerferien am 31. Juli wird die Strecke wieder durchgehend nutzbar sein.
Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Viele Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie unsere Partner haben in den vergangenen Monaten erhebliche Belastungen getragen. Umso enttäuschender ist es, dass wir die Strecke Nürnberg–Regensburg nicht wie geplant am 10. Juli in Betrieb nehmen können. Wir bitten in aller Form um Entschuldigung. Gleichzeitig gilt: Sicherheit steht im Eisenbahnbetrieb an erster Stelle. Wir werden mit den beteiligten Firmen alles daransetzen, die verbleibenden Arbeiten in Bayern schnellstmöglich zu erledigen.“
Das bisherige Umleitungskonzept für die Strecke Nürnberg – Regensburg bleibt bestehen. Fern- und Güterzüge werden über alternative Strecken geleitet. Entfallende Nahverkehrsverbindungen werden unverändert durch Busse ersetzt. Die DB InfraGO arbeitet in Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) daran, dass die aktualisierten Fahrplandaten kurzfristig in die elektronischen Auskunftsmedien eingespielt werden können.
Mit den von den Verzögerungen in Bayern betroffenen Güterverkehrsunternehmen steht die DB InfraGO ebenfalls im engen Austausch. Die Versorgung von Industriekunden bleibt gewährleistet. Aufgrund der parallel laufenden Korridorsanierung Obertraubling–Passau verkehren ohnehin bereits zahlreiche Verbindungen über Umleitungsstrecken. Wo erforderlich, vereinbart die DB InfraGO individuelle Lösungen mit den Unternehmen.

