
16 Minuten und 19 Sekunden: Marc-Olivier Roy war der Schütze des 2:1 für den EV Landshut. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (18.10.2026) Am Freitag erlebten die 4.161 Fans in der VR-Bank Landshut Arena ein Eishockeyfest der Extraklasse. Von Anfang an setzten die Hausherren und die Gäste aus Ravensburg auf Tempo. Beide Teams trennte zu diesem Zeitpunkt nur ein Zähler in der Tabelle. Landshut hatte 13 und Ravensburg zwölf Zähler auf dem Konto. Der Gewinner wird den Anschluss noch oben finden. Was folgte, war ein faires Masch mit nur sechs Strafminuten, einer Schussbilanz von 25:24 und einem klaren Gewinner.

19 Minuten und neun Sekunden: Matthew Struthers macht für Ravenburg kurz vor Drittelende das 2:2.
In Erinnerung an das vorletzte Heimspiel gegen Crimmitschau war der EVL an Agilität nicht wieder zu erkennen. Uwe Krupps Team hatte einen klaren Fokus: Das Tor der Ravensburger. Aber aller Anfang war schwer. Die Gäste gingen in der dritten Minute in Führung. Davon unbeeindruckt folgte in der sechsten Minute der Ausgleich durch Tobias Schwarz und Marc-Olivier Roy schoss den EVL in der 17. Minute in Führung. 51 Sekunden vor Drittelende nutzen die Gäste mit Matthew Struthers ihre Chance zum 2:2-Ausgleich.
Trotz des Unentschiedens war im Drittelratsch klar: Der EVL steht besser auf den Kufen und den Fans war klar: Da geht noch mehr. „Na dann auf ein erfolgreiches zweites Drittel“, lauteten die Wünsche.

25 Minuten und 20 Sekunden: Die 3:2-Führung für den EV Landshut durch Marc-Olivier Roy.
So sollte es kommen. Nach 26 Minuten räumte Marc-Olivier Roy seinen zweiten Treffer ab. Gut zehn Minuten später entschied sich das Spiel. Seonwoo Park und Tobias Schwarz servierten den Oberschwaben binnen 48 Sekunden einen Doppelschlag. Mit diesem Zwischenstand ging es voller Vorfreude in letzte Drittel. Dass Ravensburg das Spiel noch drehen würde, daran glaubte niemand mehr.
Der EVL konnte nicht nur das Tempo halten, sondern auch als Mannschaft überzeugen. Er behielt das Zepter in der Hand, während sich Ravensburg mühte, noch zum Erfolg zu kommen. Nach Marc Rassells 5:3 in der 54. Minute setzten Ravensburg Trainer Johan Pennerborn alles auf eine Karte und nahm seinen Torwart Ilya Sharipov schon gut vier Minuten vor Spielende vom Eis, um mit sechs Mann zu stürmen. Das ging gründlich in die Hose und bescherte dem EVL durch David Steeler seinen sechsten Treffer.

36 Minuten und 25 Sekunden: Ravensburg Torwart Ilya Sharipov hatte gegen Seonwoo Park keine Chance.
Genau solche Spiele mit solch einer EVL-Mannschaftsleistung wollen die Fans am Gutenbergweg erleben. Kein Wunder, dass es zwischenzeitlich einem Lotteriespiel gleicht noch gute Karten für ein Heimspiel des EVL zu erwerben. Auch für die nächsten Partien sind die Landshuter Steh- und Sitzplatzreihen schon auf weiter Flur ausverkauft.
Nun rangiert der EV Landshut auf dem vierten Rang in der Tabelle und tritt heute beim Zweit platzierten in Kassel an. Mit Regensburg und Dresden sind dem EVL zwei Verfolger mit nur einem Punkt Abstand auf den Fersen.
Alle Ergebnisse vom neunten Spieltag:
Lausitzer Füchse 2:6 Dresdner Eislöwen
EV Landshut 6:3 Ravensburg Towerstars
Düsseldorfer EG 5:3 EHC Freiburg
Eispiraten Crimmitschau 2:1 EC Bad Nauheim
Eisbären Regensburg 2:3 OT EC Kassel Huskies
ECDC Memmingen Indians 2:5 Bietigheim Steelers
Blue Devils Weiden 6:5 Starbulls Rosenheim
Die aktuelle Tabelle nach dem neunten Spieltag:
|
Platz |
Mannschaft |
Tore |
Punkte |
Tor +/- |
|
1 |
Düsseldorfer EG |
38 |
25 |
+22 |
|
2 |
EC Kassel Huskies |
32 |
19 |
+10 |
|
3 |
Eispiraten Crimmitschau |
30 |
18 |
+9 |
|
4 |
EV Landshut |
32 |
16 |
-1 |
|
5 |
Dresdner Eislöwen |
34 |
15 |
+4 |
|
6 |
Eisbären Regensburg |
27 |
15 |
+2 |
|
7 |
ECDC Memmingen Indians |
29 |
13 |
-1 |
|
8 |
Starbulls Rosenheim |
26 |
12 |
+3 |
|
9 |
Bietigheim Steelers |
29 |
12 |
0 |
|
10 |
Ravensburg Towerstars |
28 |
12 |
-2 |
|
11 |
Lausitzer Füchse |
21 |
11 |
-9 |
|
12 |
Blue Devils Weiden |
26 |
11 |
-14 |
|
13 |
EHC Freiburg |
15 |
7 |
-12 |
|
14 |
EC Bad Nauheim |
17 |
3 |
-11 |
Galerie:

