Niederbayern - pm (25.02.2026) Die gestern von der schwarz-roten Koalition vorgestellten Eckpunkte zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) stoßen bei Bündnis 90/Die Grünen auf scharfe Kritik. MdB Marlene Schönberger bezeichnet die Reform als „fatalen Rückschritt“ und warnt vor gravierenden Folgen für Verbraucher, Handwerk und Klimaschutz. Besonders problematisch sei die Einführung einer „Luxus-Gas-Quote“, die Haushalte in eine teure Abhängigkeit von fossilen Energien treibe.
Die geplanten Regelungen sehen vor, dass bis zu 65 Prozent der neu eingebauten Heizungen mit fossilem Gas betrieben werden dürfen – eine Entscheidung, die nach Ansicht Schönbergers die Klimaziele der Bundesregierung konterkariere. „CDU und SPD haben heute dokumentiert, dass ihnen Klimaschutz vollkommen egal ist“, so die Grünen-Politikerin. „Statt sozial gerechte Lösungen für klimafreundliche Heizsysteme zu fördern, wird eine teure Gaskostenfalle geschaffen.“ Für Haushalte in Niederbayern bedeute dies langfristig höhere Heizkosten und eine Verschärfung der sozialen Ungleichheit, da einkommensschwache Familien besonders betroffen seien.
Zudem kritisiert Schönberger die Verunsicherung, die die Reform bei Handwerk und Kommunen auslöse: „Die Wirtschaft braucht Planungssicherheit. Doch statt Klarheit zu schaffen, stiftet die Regierung Chaos.“ Gerade in ländlichen Regionen wie Niederbayern, wo die Wärmewende ohnehin vor besonderen Herausforderungen stehe, sei dies ein schwerer Rückschlag.
„Die Bundesregierung hat das Erreichen der Klimaziele aufgegeben – das ist ein bitterer Tag für unser Land“, erklärt Schönberger abschließend. „Wir fordern eine Kurskorrektur, die Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit endlich zusammenbringt.“

