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„Attentat im Bayerischen Landtag – Erste Landtagssitzung 1919 endet in Mord und Chaos“ - Bayernausstellung 2026

Erhard Auer HdBG 1Regensburg - pm (18.05.2026) Wer die Bayernausstellung 2026 „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“ ab dem 8. Juli im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg besucht, stößt auf zwei kleine Exponate mit großer Sprengkraft. Zu sehen sein werden das Fragment einer Kugel und die dazugehörige Patronenhülse. Die Objekte zeugen vom Attentat auf den bayerischen Innenminister Erhard Auer. Der SPD-Politiker, geboren und aufgewachsen im Landkreis Passau, wurde am 21. Februar 1919 von Alois Lindner, einem radikalen Revolutionär und Arbeiterrat, angeschossen. Lindner stürmte die konstituierende Sitzung des Bayerischen Landtags und gab mehrere Schüsse auf Auer ab. Doch aus welchem Grund?

Die politischen Wirren der Nachkriegszeit
Im November 1918 war der Erste Weltkrieg verloren und die abgewirtschaftete Monarchie gestürzt. Im Zuge der Novemberrevolution rief Kurt Eisner (USPD) den Freistaat Bayern aus. Im Januar 1919 wählten die Bayern – und erstmals auch die Bayerinnen – den ersten demokratischen Landtag.

Doch diese erste friedliche Phase der parlamentarischen Demokratie sollte nur von kurzer Dauer sein; zu groß waren die Spannungen zwischen radikalen und demokratischen Kräften.
Die verheerende wirtschaftliche Lage und das Trauma des Weltkriegs führten im Nachkriegsbayern zu Unzufriedenheit und zum Erstarken rechter und linker Kräfte. Eisner verlor an Rückhalt. Am 21. Februar 1919 machte er sich in München auf den Weg, sein Amt als erster bayerischer Ministerpräsident niederzulegen – und wurde dabei vom rechtsnationalen Attentäter Anton Graf von Arco auf Valley auf offener Straße erschossen.


Erhard Auer – politischer Kontrahent Eisners

Erhard Auer (SPD) wurde 1874 in Dommelstadl bei Neuburg am Inn im Landkreis Passau als uneheliches Kind geboren. Er wuchs bei einer Pflegefamilie in ärmlichen Verhältnissen in seinem Geburtsort auf. Mit 11 1/2 Jahren trat er als Knecht in den Dienst eines Bauern. Später gründete er eine gewerkschaftsähnliche Organisation für die Rechte der Landarbeiterschaft. Nach seinem Eintritt in die SPD 1892, dem Militärdienst in München und einer kaufmännischen Ausbildung begann er 1900 für die Münchner Ortskrankenkasse zu arbeiten. Später wurde er Chefredakteur der sozialdemokratischen ‚Münchener Post‘. Sein sozialer Aufstieg und seine erfolgreiche Parteikarriere führten ihn schließlich in den Bayerischen Landtag, wo er am gleichen Tag wie sein politischer Gegenspieler Kurt Eisner Opfer eines Mordanschlags wurde.

Anders als Eisner hatte Auer den revolutionären Umsturz abgelehnt, trat aber trotzdem anschließend in die Revolutionsregierung ein. Als Innenminister verteidigte er das parlamentarische System gegen die Befürworter einer Räteherrschaft und setzte sich für einen umgehenden Wahltermin zur Etablierung der parlamentarischen Demokratie ein. Das machte ihn zum Feindbild der radikalen Anhänger des Rätesystems, die im Dezember 1918 bewaffnet in seine Wohnung eingedrungen waren und ihn erfolglos zum Rücktritt drängen wollten. Wenige Tage später stellte er in einer Rede vor den zentralen Rätegremien mit dunkler Vorahnung fest:„Ich kann die Leute nicht mit Phrasen füttern, sie wollen Brot. Ich weiß, aber, dass sie mich mit etwas anderem füttern wollen.“

Attentat im Bayerischen Landtag

Nachdem Alois Lindner vom Attentat auf Kurt Eisner erfahren hatte, stürmte er mit einer Waffe in die konstituierende Sitzung des Bayerischen Land ags. In der Annahme, Eisners Gegenspieler, Erhard Auer, sei der Drahtzieher hinter dem Mord, gab Lindner im Parlament mehrere Schüsse auf ihn ab. Zwei Personen starben, Auer überlebte schwer verwundet, dank der sofortigen Behandlung durch einen anwesenden Arzt. Im Zuge der Erstversorgung entfernte man ihm ein Kugelfragment, welches später zusammen mit der Patronenhülse an die Staatsanwaltschaft übergegeben wurde. So endet die erste Sitzung eines demokratisch gewählten Landtags in Bayern im Chaos – und der Kampf um die Demokratie
beginnt.

Diese und viele weitere interessante Begebenheiten aus der Zeit der 1920er Jahre zeigt die Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“ ab 8. Juli 2026 im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg.

Haus der Bayerischen Geschichte, Donaumarkt 1, 93047 Regensburg

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr. Montags geschlossen. Fällt ein Feiertag auf einen Montag, so ist das Museum geöffnet. Geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12., 01.01.

Eintrittspreise ins Museum:

Dauerausstellung: Erwachsene 7,00 € (inklusive Bayernausstellung 2026 „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“) - Ermäßigt 5,00 € (z. B. Senioren ab 65 Jahren, Schwerbehinderte, Gruppen ab 15 Personen) - Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sowie Schüler im Klassenverband und Studierende unter 30 Jahre: Eintritt frei

Die Bayernausstellung „Brennpunkt Bayern. Hitler und der Kampf um die Demokratie“ ist barrierefrei zugänglich und bietet mit Taststationen und Texten in Leichter Sprache auch inklusive Angebote.

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