@Katharina Ritt

Debattieren lässt sich über vieles, man kann es auch Schwätzen nennen. Von intelligenten Schulden, rentierlichen Schulden und ähnlichen Merkwürdigkeiten redet immer gern, wer sich auf Kosten der kommenden Generationen Denkmäler setzen will. Der Mega-Politiker Tandler soll seinerzeit 17 Mio. D-Mark Privatschulden gehabt haben, als er aus der Landespolitik ausstieg und ohne die entsprechende Vorbildung in den Vorstand eines Industrieunternehmens gehievt wurde. Damit er endlich mal was verdienen konnte! Aber das Beste am Reden und Debattieren ist: Gerade vor Wahlen wollen viele gar nicht so genau wissen, wie das mit all den Krediten und Fördertöpfen gehen soll. Wenn man es hart ausdrückt: Wer als Stimmvieh gebraucht wird, der soll ein wohliges Gefühl von den vielen Sprüchen kriegen. Und den Eindruck, die tun endlich was. Wer genauer hinschaut, der erkennt erst einmal rein gar nichts, was überzeugt. Fast können einem die leidtun, die noch halbwegs ehrliche Arbeit leisten, aber keine Sprüche klopfen können oder wollen. 99 Prozent von dem, was das Wahlvolk in den nächsten Monaten von Kandidatenseite zu hören und zu lesen bekommt, ist nichts als kalter Kaffee. Das liegt in der Natur der Sache. - gez. Gerd Hofbauer