
Minute Acht: David Elsner schlägt den Puck zum 1:0 für den EVL Punktgenau ins Krefeld-Tor. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (22.03.2026) 16 Tore in einem Spiel, davon zwölf für Krefeld, das stellt eine DEL2-Playoff-Rekord dar und spiegelt die Leistungsklassen wider, in denen sich der EVL und die Krefelder Pinguine befinden. Zwischen Platz Eins und Platz Acht nach der Hauptrunde klafft eine riesige Lücke. Dazu zeigten die Gäste vom Niederrhein deutlich, dass sie künftig eine Klasse höher spielen wollen und verwandelten das zweite Playoff-Spiel in Landshut zum Schützenfest.

14 Minuten und 52 Sekunden: Während der Puck noch ins Netz fliegt, kann Marcel Müller sein 2:1 für Krefeld bejubeln.
Ruppig startete das Match ins erste Drittel. Schon in den ersten sieben Spielminuten waren 14 Strafminuten abzusitzen. Halten, Beinstellen, übertriebene Härte, Check gegen die Band … Beide Teams schenkten sich nichts. Für den EVL ging es schließlich darum, die Niederlage aus dem ersten Playoff wieder Wett zu machen und noch einen Funken Hoffnung zu wahren, den Goliath aus Nordrhein-Westfahlen die Stirn zu bieten.

16 Minuten und 14 Sekunden: David Stieler schickt für den EVL die Scheibe auf den Weg zum 2:2.
Exakt zur achten Minute flammte dieser Hoffnungsfunke auf, als David Elsner den EVL in Überzahl in Führung schoss. Die Gäste zogen nach und stellten in der 15. Minute die 2:1-Führung her. Selbstbewusst hielt der EVL dagegen und schaffte durch David Stieler den 2:2-Ausgleich, ehe die Pinguine sich mit ihrer neuerlichen Führung in die Drittelpause verabschiedeten. Kurz zuvor gaben sich Colton Jobke und Alexander Weiß einen direkten Schlagabtausch, der ihnen jeweils eine Zehnminütige Disziplinarstrafe einbrachte.

18 Minuten und 43 Sekunden: Jonas Langmann hatte gegen das 3:2 von Methew Santos keine Chance.
Gleich zu Begin des zweiten Drittels drehten die Gäste binnen einer Minute den Spielstand auf 5:2, was in gewisser Weise bereits eine Vorentscheidung bedeutete. Uwe Krupp wechselte Torwart Jonas Langmann gegen Philipp Dietl aus. Doch was dann folgte, endete in einem sagenhaften Debakel für das Team vom Gutenbergweg und entwickelte sich zur Eis-Kirmes für die Krefelder.

21 Minuten und neun Sekunden: Philip Gogula versetzt dem EVL per 5:2 einen weiteren Schlag.
Tim Schütz setzte zwei Pucks in Philipp Dietls Tor und Mathew Santos legte gleich noch zum 2:8 nach. Tor Immo konnte zwar noch etwas Kosmetik zum 3:8 auftragen, aber das Spiel war mit dem Ende des zweiten Drittels vor 4.348 Fans gelaufen. Diesen Rückstand aufzuholen lag außerhalb jeglicher Realität.

38 Minuten und elf Sekunden: Mathew Santos trickst Philipp Dietl zum 2:8 aus.
So verstummten im Drittelratsch jegliche Allüren, an ein Weiterkommen des EVL zu glauben oder gar zu denken. Vielmehr ging es darum, welchen Spielern die Verträge verlängert werden oder und natürlich um die Frage, ob Geschäftsführer Ralf Hanschke noch für zwei weitere Jahre an der Isar bleiben kann. Auch dessen Vertrag steht zur Verlängerung an.
Heiß diskutiert wurden ebenso die Eintrittspreise zu den Playoff-Partien, zu denen der EVL einen saftigen Aufschlag von seinen Fans abverlangte. Gleichzeitig zeigten sich die Risiko-Dauerkarteninhaber enttäuscht, für viel Geld wenig Gegenleistung zu bekommen.

38 Minuten und 42 Sekunden: Mit seinem 3:8 Tor Immo beweißt Tor Immo seine Goldhelm-Qualitäten für den EVL.
Das Abwatschen von Uwe Krupps Mannschaft setzte sich im letzten Drittel unvermindert fort. Taktisch und vor allem technisch weit überlegen, ging das Katz- und Maus-Spiel der Pinguine munter weiter und machten das Dutzend voll, während der EVL nur noch einen Treffer durch David Rundqvist dagegenhalten konnte.

47 Minuten und neun Sekunden: Mit dem Treffer durch Jonathan Matsumoto beginnt Krefelds Sieg zweistellig zu werden.
4:12, mit solch einer Heimpleite konnte und wollte niemand rechnen. Jetzt die Hoffnung zu behalten, der EVL könnte Krefeld noch ein Bein stellen, grenzt an ein Wunder, das selbst Optimisten sprachlos werden lässt. Zu diesen Optimisten zählt Uwe Krupp, der in der abschließenden Pressekonferenz verlautbarte: „Es gibt viele Sachen, die wir verbessern müssen und das werden wir in zwei Tagen angehen, wenn das Spiel bei 0:0 losgeht.“
In einem Punkt hat Uwe Krupp recht: Das heutige dritte Playoff-Spiel um 17 Uhr in Krefeld wird mit 0:0 beginnen.
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