
18 Minuten und 43 Sekunden: Tor Immo schlägt den Puck zum 1:1-Ausgleich ein. - Fotos: W. Götz
Landshut – gw (25.03.2026) Der EVL ist raus, Krefeld eine Playoffrunde weiter. Vor 186 Tagen begann am Freitag, 9. September, die DEL2-Saison mit einem fulminanten 8:1-Auftaktsieg gegen die Ravensburger Towerstars. Gestern folge das Playoff-Aus für den EVL mit einem starken Spiel gegen die stärkeren Krefelder Pinguine. 4:7 lautet das Resultat und damit geht die best-of-seven-Serie mit 0:4 an den Niederrhein. Hinter dem EVL und seinen Fans liegt eine Saison mit erhabenen Höhen und tiefen Tälern.

35 Minuten und 50 Sekunden: Einfach technisch schön, wie David Stieler das 4:3 erzielt.
So zog der EVL mit Platz Eins in der Tabelle in die frische Saison, nach zehn Spieltagen sah er sich auf Rang zwei. Zehn Spiele später war er auf Platz drei, am 30. Spieltag auf Platz vier. Dann folgte der Einbruch: Nach 40 Spielen sah sich Uwe Krupps Team auf Rang sieben wieder und zum Abschluss der Hauptrunde auf Rang acht. Für die Fans war es ein Wechselbad der Gefühle, als nach der Pause zum Deutschland Cup die Mannschaft das Eishockeyspiel systematisch mehr und mehr verlernte und sich aus den Top-Platzierungen der Tabelle immer weiter entfernte.

52 Minuten und 53 Sekunden: Das letzte Mal in der Saison musste Philipp Dietl beim 4:6 durch Clint Joseph Suess hinter sich greifen. Der 4:7-Schlussstand landete im Empty Goal.
So kam es, dass es der EVL im Playoff-Viertelfinale mit Krefeld, dem stärksten Team der Liga, zu tun bekam. Hier nochmals den Puck aus dem Feuer zu holen, schien außerhalb jeglicher Realität zu liegen. So war es den Fans viel wichtiger, einen EVL zu sehen, der auch in dieser Situation kämpft und es seinem überlegenen Gegner so schwer wie nur möglich macht.
Genau dieser EVL stand gestern auf dem Eis. Die Krefelder Führung in der 13. Minute machte Tor Immo in der 19. Minute wieder wett. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels schoss Stanislav Dietz die Hausherren zur Führung. Dem 2:2-Ausgleich setzte Jesse Koskenkorva 40 Sekunden später das 3:2 gegenüber und zum Drittelende stand für den EVL das 4:3 auf dem Würfel.
So roch es schon nach einem fünften Playoff-Spiel am kommenden Freitag in Krefeld. Aber der Torriecher lag im letzten Drittel rein auf der Krefelder Seite, die die Partie mit 7:4 für sich entschieden.

Die Mannschaft sagt "Danke" an ihre Fans am Gutenbergweg und verabschiedet sich vom Eis.
Nach der Schlusssirene folgte eine herzliche Verabschiedung zwischen der Mannschaft und ihren 4.216 Fans, die in der VR-Bank Landshut Arena dabei waren. Nun folgt die lange eisfreie Zeit, bis es Mitte September am Gutenberg Weg mit neuem Team und neuem Glück in eine weitere Saison geht.
Einen neuen Rekord hat der EVL in dieser Saison aufgestellt. In der Hauptrunde waren im Durchschnitt 4.051 Fans im Stadion dabei. In der Saison 2024/25 waren es 3.734 eine Saison zuvor 3.116. In den vergangenen zwei Playoffs hatte der EVL 4.249 zahlende Gäste. Das zeugt vom Ruf Landshuts als Eishockeystadt.
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